| Das vorliegende
Beispiel zeigt eine Reparaturstelle an einem zeitlich noch nicht
einzuordnendem Bronzegefäß aus dem Umland von Ingolstadt. Es handelt
sich um ein getriebenes Blech aus Kupferlegierung, an dessen heute
zerissenem Bodenbereich eine unklare antike Reparatur erhalten ist.
Mithilfe der
Röntgenaufnahme konnte eine doppelte Reparatur des gleichen Schadens
dokumentiert werden. Etwa im Zenrum des Tellers wurde offensichtlich ein
Loch abgedichtet. Das Loch selbst ist nicht zu sehen. Die Reparatur wurde zweimal,
mit jeweils unterschiedlichen Methoden durchgeführt.
Bei der ersten Abdichtung
ist ein ursprünglich spitz-trapezförmiges Blech gefaltet, durch den
Schaden gesteckt und dann außen wieder umgelegt worden. Diese Abdichtung
ist ganz sicher nur als Provisorium zu verwenden. Ob zusätzlich eine
dichtende Kittmasse (z.B. Birkenrindenpech?) verwendet wurde, ist nicht
mehr festzustellen.

Offensichtlich war
jedenfalls die Abdichtung nicht ausreichend, oder aber es war in dem
selben Bereich ein neues Loch entstanden.
Über dieser ersten
Reparatur würde schließlich ein weiteres rechteckiges Blech mit vier
Nieten befestigt. Die vier Niete sind auf der Röntgenaufnahme deutlich
als Rollblechniete zu erkennen.
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